Dracula

Dracula

Mittwoch, 22. April 2015

Der moderne Vampir

Vampirfans haben unweigerlich von Stefanie Meyers "Twilight"-Büchern und auch den Verfilmungen gehört. Ich habe Teil 1 bis 3 geschenkt bekommen und auch gelesen, aber ich muss sagen, ich kann mit dieser Art von Vampiren nichts anfangen. Auch den ersten Film habe ich mir angesehen und mich gefragt, wieso so ein Hype darum gemacht wird.

Vampire, die in der Sonne glitzern? Nein, muss ich nicht haben. Und auch die Weigerung, Blut zu trinken, das passt nicht zu meiner Vorstellung eines Vampirs. Welche zugegebenermaßen durch "Dracula" geprägt wurde. Und ja, auch er konnte sich tagsüber draußen bewegen, aber nur mit Einschränkungen.
Ein Vampir muss kein hässliches, blutrünstiges Wesen sein, aber er sollte schon etwas von diesem alten Mythos haben. Ein Wesen der Nacht, düster, attraktiv,  geheimnisvoll, unsterblich, mit übernatürlichen Fähigkeiten, übermenschlich stark (geistig und körperlich)


Nach "Twilight" hatte ich das Gefühl, jeder Autor meinte nun, eine Vampirgeschichte auf den Markt schmeißen zu müssen, ob nun gut oder schlecht, Hauptsache, es verkauft sich. Die Cover glichen sich fast alle...und die Inhalte sicher auch. Ich habe nicht alle getestet, habe aber z. B. Lara Adrians Vampire nach Band 4 zurück in die Gruft gesperrt...ach nee, sorry, die kamen ja ursprünglich von einem anderen Planeten. *örgs* Also DAS geht mal gar nicht, finde ich persönlich.
Auch die "Black Dagger" bekamen eine Chance von mir, ich bin ja nicht so. Aber nach Band sechs und der immer gleichen Leier um starke Kerle und schwache Weibchen hatte ich auch daran die Lust verloren.

Meiner Meinung nach ist es leider wirklich so, dass es gerade im Literaturbereich nur wenige gute und lesbare Vampirbücher, ob Einzelbände oder Reihen, gibt. Und wenn ich es mir recht überlege, ist es bei den Filmen und TV-Serien genauso.
Natürlich ist alles Geschmacksache, aber ich glaube, ich stehe mit meiner Meinung nicht ganz allein da.

Also, wo sind die wahren Blutsauger, wenn man sie braucht?  *g*





Montag, 13. April 2015

Faszination Vampir

Was ist so interessant an der Figur des Vampirs, dass er die Menschheit seit Jahrhunderten...ach, Jahrtausenden fasziniert? Ist es die Unsterblichkeit und dass er nahezu unbesiegbar ist? Die Stärke, das in den meisten Fällen gute Aussehen und die Gefahr, die von ihm ausgeht?

Die Definition von "Vampir" lautet kurz so:
Ein Vampir ist im Volksglauben und in der Mythologie eine blutsaugende Nachtgestalt. Dabei handelt es sich meist um einen wiederbelebten menschlichen Leichnam, der sich von menschlichem oder tierischem Blut ernährt und – je nach Kultur und Mythos – mit verschiedenen übernatürlichen Kräften ausgestattet ist. (Quelle: Wikipedia)

Also so verlockend klingt das eigentlich auch nicht. Und trotzdem...immer wieder gibt es Menschen, die sich für den Mythos Vampir interessieren. Ganz besonders verbreitet war und ist der Glaube an Vampire in Osteuropa.

Kein Wunder also, dass der Schriftsteller Bram Stoker seinen Roman "Dracula" dort angesiedelt hat und der wohl berühmteste aller Blutsauger aus den Karpathen im rumänischen Transsilvanien stammt.
Ich behaupte ja, ohne Graf Dracula würde es heute so manchen literarischen Vampir gar nicht geben. Und manchmal wäre das auch kein Verlust. *g*

Aber schon vor Stoker hat der Engländer John Polidori, Leibarzt des Dichters Lord Byron, mit "Der Vampyr" um den dunklen Lord Ruthven eine gelungene Vampirgeschichte geschrieben. Und auch J. Sheridan Le Fanu hat mit "Carmilla" einen Meilenstein des Genres geschaffen und außerdem Stoker zu seinem "Dracula" inspiriert.