Dracula

Dracula

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Auch in München startet nun der Vorverkauf für den Mitternachtsball


Jetzt ist es soweit, dass auch im Süden Deutschlands Karten für "Tanz der Vampire" gekauft werden können. Dort werden die Untoten vom 05. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 ihre Zelte....pardon, ihre Särge aufstellen. *g*

Mehr dazu findet Ihr hier: Musical1

Eigentlich eine perfekte Gelegenheit, einen Besuch auf Schloss Krolock mit einem Besuch des Christkindlmarktes zu verbinden. 




Zwei gute Nachrichten für Vampirfans für das nächste Jahr. So muss das sein. ;-) 


Dienstag, 1. Dezember 2015

Arnold Paul - ein echter Vampir?


Arnold Paul kam zur Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs in Medvetgia zur Welt.
Während des Krieges gegen die Türkei wurde er angeblich von einem Vampir angegriffen.
Nach dem Angriff folgte er diesem Vampir bis zu einem Friedhof, vernichtete ihn und aß daraufhin als Vorbeugungsmaßnahme etwas Erde vom Grab. Jedoch verlor diese Maßnahme bald ihre Wirkung.
Nach seinem Tod wurde Paul mehrmals gesehen. Plötzlich kam es auch zu mehreren Übergriffen auf Menschen.
Dieser Fall löste eine regelrechte Vampirismus-Welle aus: Zahlreiche Spezialisten wurden für die Nachforschung angeheuert. Tagelang untersuchten sie sämtliche Indizien.
Vierzig Tage nach seinem Tod wurde sein Grab geöffnet:
Ein paar Chirurgen der Armee exhumierten den Leichnam, dessen Zustand erstaunlich dem eines lebenden Körpers ähnelte. Die Haut war noch rosig.
Als man ihn aufritzte, floss noch Blut und er stieß einen grellen Schrei aus. Sofort wurde er enthauptet und verbrannt....

Filmvorstellung: So finster die Nacht

Die Verfilmung des Romans von John Ajvide Lindqvist haben wir uns gestern auf DVD angesehen.
Ein Vampirfilm, der so ganz anders war, als die üblichen Filme dieses Genres. Kein Dracula oder Lestat, der hübschen Frauen das Blut aussaugt. Und schon gar kein in der Sonne glitzernder Edward Cullen.

Eli ist ein zwölfjähriges Mädchen. Jedenfalls glaubt das der gleichaltrige Oskar, als sie mit ihrem "Vater" im selben Haus einzieht.
Hakan ist allerdings nicht Elis Vater, sondern ihr Beschützer. Außerdem versorgt er das Mädchen mit Blut. Dazu tötet er Menschen und lässt sie ausbluten.
Zugleich hadert Eli wegen ihrer Lebensweise und den zahlreichen Opfern mit ihrem Gewissen, denn auch Oskar droht immer wieder ihren Appetit zu wecken. Er fragt sie, ob sie mit ihm gehen will und Eli willigt nach einigem Zögern ein. Nach und nach gewinnt Oskar Elis Vertrauen und die beiden beginnen sich schließlich jeden Abend durch die Wand mit Morsezeichen zu verständigen. Als Eli herausfindet, dass Oskar von seinem Schulkameraden Conny und dessen Freunden schikaniert wird, fordert sie ihn auf, sich heftig gegen die Schikanen seiner Klassenkameraden zu wehren und versichert ihm, dass sie ihn beschützen könne. Beim Schlittschuhlaufen schlägt Oskar Conny schließlich nieder, als dieser ihn erneut hänselt.
Håkans nächster Beutezug geht katastrophal schief: Als er in der Umkleide einer Turnhalle gerade seinem Opfer die Kehle aufschneiden will, drohen Zeugen Türen und Fenster aufzubrechen. Håkan macht sich mit einem Einmachglas Säure unkenntlich, um Eli zu schützen. In der selben Nacht besucht Eli Håkan im Krankenhaus im siebten Stock. Sie erlöst ihn von seinem Leid, indem sie sein Blut trinkt. Daraufhin stürzt er aus dem Fenster und bricht sich das Genick.
Oskar erfährt schließlich von Elis wahrer Natur, kann aber nicht von seiner Liebe zu ihr lassen und beschließt, ihr weiterhin beizustehen. Und diese Treue wird bald bitter nötig: Ein Nachbar findet Elis Identität heraus und sucht sie in ihrer Wohnung auf, um sie für den Tod seiner Liebsten, die Eli überfallen hat, zu bestrafen und zu vernichten. Oskar lenkt ihn jedoch ab, Eli wird daraufhin wach und tötet Lacke. Da Lackes Verschwinden zwangsweise Nachforschungen mit sich zieht, muss Eli weiterziehen und sie und Oskar sagen sich Lebwohl. Kurz darauf wollen Conny und sein älterer Bruder Oskars Gegenwehr vergelten. Sie zwingen Oskar im Schulschwimmbad unter Wasser, doch dann erscheint Eli, tötet Oskars Peiniger und rettet ihm so das Leben.
Schließlich verlassen Oskar und Eli gemeinsam mit dem Zug die Stadt.

Zugegeben, ein etwas ungewöhnlicher Film des Genres, aber trotzdem gut. Und auch ohne große Action sehr spannend erzählt.


Buchvorstellung: "Kinder des Judas" von Markus Heitz

Zum Inhalt:
Leipzig im Jahr 2006. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist … Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren! 

Das Buch stand schon sehr lange in meinem Regal, irgendwie hatte ich mich nie dazu durchringen können, es zu lesen.
Dann habe ich es mir nochmal vorgenommen und das Nachwort von Markus Heitz zum Thema Vampir gelesen und fand das äußerst interessant. Er berichtet von Legenden und Geschichten von Vampiren oder Upiren aus Osteuropa und vom Balkan. Die Menschen dort glaubten ganz fest daran, dass es diese Wesen gab und auch immer noch gibt. Die Begräbnisrituale sind auch überwiegend heute noch so, dass die Toten nicht als Vampire aus dem Grab zurückkehren und ihre Familien heimsuchen können. 

Natürlich handelt es sich bei "Kinder des Judas" um einen fiktiven Roman, aber Markus Heitz hat, wie auch schon bei "Ritus" und "Sanctum", Mythen und Legenden gekonnt einfließen lassen.  

Schnell wird dem Leser klar, dass das Mädchen, dessen Geschichte hier erzählt wird, die der Vampirin Sia selbst ist.  Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, im Jahr 2006 in Leipzig und Serbien und zu Ende des 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts,  zunächst im von Türken besetzten Serbien, später unter der Besatzung der Österreicher. Skylla lebt also nie in einem freien Land, genau wie sie selbst auch nie frei ist. Als sie klein ist, wird ihre Mutter von den Türken ermordet und sie wächst bei ihrem Vater auf, den sie bis dahin nie gesehen hat. Aber langsam baut sie Vertrauen zu dem seltsamen Mann auf, der in einer alten Mühe nahe Belgrad lebt und den sie immer nur nachts zu Gesicht bekommt. Er lehrt sie medizinisches Wissen, alles über die menschliche Anatomie und Natur. Sie hält ihn für einen großen Forscher und eifert ihm nach. Bald ist auch sie perfekt darin, menschliche Leichen zu sezieren und zu untersuchen. Er lässt sie glauben, er tut das alles zum Wohle der Menschheit und um Krankheiten zu erforschen und zu heilen. Später stellt sich heraus, dass er nur ein Mittel für Ewige Jugend sucht.
Eines Nachts beobachtet Skylla ein geheimnisvollen Treffen in der Mühle, edel aussehende Männer und Frauen, alle mit denselben weißen Perücken wie ihr Vater sie trägt. Was hat das zu bedeuten?
Sie ahnt nicht, dass sie bald selbst zu dieser Vereinigung, dieser "Cognatio" gehören soll, denn sie selbst hat das Blut eines Vampirs in sich. Ihr Vater ist ein "Kind des Judas" und auch Skylla soll eines werden.
Aber es kommt anders.

In der Gegenwart hat Skylla es sich zur Aufgabe gemacht, auf ihre Nachkommen aufzupassen. Denn sie muss verhindern, dass diese nach ihrem Tod zu einem gefährlichen Upir werden.

Markus Heitz gelingt es, den Spannungsbogen ständig aufrecht zu erhalten, bis es zum entscheidenden Showdown zwischen Skylla und ihrem Erzfeind Marek kommt. Dieser trägt die Schuld, dass ihre einzige große Liebe damals sterben musste und das hat sie ihm nie verziehen.

Teilweise ist die Geschichte sehr brutal und blutig, aber das hat mich nicht überrascht, kennt man ja von Herrn Heitz. Und ehrlich gesagt, tut es gut, mal wieder was mit "richtigen" Vampire zu lesen und keine weich gespülten Kuschelvampire, die in der Sonne glitzern. ;-)

Die Fortsetzungen "Judassohn" und "Judastochter" werde ich auf jeden Fall auch lesen.

Ganz klar gibt es hier auch 5 von 5 Pflöcken

© by Blackfairy71



Buchvorstellung: "Chicagoland Vampires: Frisch gebissen" von Chloe Neill

Ich gebe zu, ich war ja zuerst skeptisch anhand des Klappentextes und habe mehr was für Jugendliche erwartet, halt so in Richtung Twilight oder so.
Aber ich bin positiv überrascht von dem Buch, denn Merit, die Hauptperson, ist keine Schülerin, sondern eine siebenundzwanzigjährige Doktorandin an der Universität von Chicago, als sie nachts im Park überfallen wird. Sie überlebt den Angriff des Vampirs nur, weil ein anderer Vampir sie verwandelt.
Überraschend ist das zwar nicht für sie, denn vor acht Monaten traten die Vampire an die Öffentlichkeit und verkündeten, dass sie keine Wesen aus Schauergeschichten sind, sondern tatsächlich existieren. Trotzdem ist sie von ihrer Wandlung zunächst nicht begeistert. Im Gegensatz zu ihrer Freundin und Mitbewohnerin Mallory, die sich schon immer für das Übersinnliche und Okkulte interessiert hat und fast enttäuscht ist, dass es sie nicht erwischt hat.
Allerdings hat sie im Verlauf der Geschichte keinen Grund mehr neidisch zu sein, aber ich will nicht zuviel verraten.
Als Merit am dritten Abend nach ihrer Wandlung nach Hause kommt, erfährt sie, dass sie vom Meister des Vampirhauses Cadogan, Ethan Sullivan, verwandelt und somit vor dem Tod gerettet wurde. Aber ihre Dankbarkeit hält sich in Grenzen, denn nun erwartet sie ein Leben, das sie selbst nicht für sich gewählt hat. Besonders wütend macht sie, dass ihr Job durch das Haus Cadogan bei der Uni gekündigt wurde, ohne dass sie davon wusste.
Bei einem ersten Besuch im Haus Cadogan stellt sie Ethan zur Rede und macht ihm klar, dass sie sich nicht herumkommandieren lässt. Ethan ist Ungehorsam von „Neugeborenen“ nicht gewohnt und erteilt ihr im Kampf vor anderen Vampiren eine Lektion. Von da an herrscht bei jedem Zusammentreffen der beiden knisternde Spannung, denn so sehr Merit auch versucht ihren Meister zu hassen, kann sie doch nicht leugnen, dass sie sich zu dem attraktiven Vampir hingezogen fühlt.
Aber zunächst gibt es andere Probleme, denn es wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die Merit sehr ähnlich sieht. Ist ein Serienmörder in Chicago unterwegs, ein abtrünniger Vampir und sollte Merit auch sein Opfer werden?

Merit ist eigentlich der Familienname der Hauptperson, ihren Vornamen erfährt man – zumindest in diesem ersten Teil – nicht. Dieser Name ist allerdings sehr bekannt in Chicago, denn ihr Vater hat nichts Besseres zu tun, als sein Leben lang Geld und Reichtum anzuhäufen und sich somit Macht und Einfluss in der Stadt zu erkaufen. Eine Tatsache, die Merit zuwider ist und sie daher kaum Kontakt zu ihrer Familie hat, mit Ausnahme ihres Großvaters. Charles „Chuck“ Merit ist ehemaliger Polizist und seit 4 Jahren in Pension. Zumindest hat er das seiner Enkelin erzählt. In Wahrheit leitet er eine kleine Spezialeinheit, um das Gleichgewicht des Übernatürlichen zum Rest der „normalen“ Bevölkerung Chicagos aufrecht zu erhalten. Diese Truppe besteht aus dem Hexenmeister Catcher, dem Formwandler Jeff und einem Vampir, dessen Identität nur Charles kennt.
Catcher unterrichtet Merit in Kampftechniken und Mallory macht ihr klar, wie sie sich als Angehörige eines der mächtigsten Vampirhäuser in Chicago zu kleiden und zu benehmen hat. Und allmählich gewöhnt Merit sich an ihr neues Leben, das nur nachts stattfinden kann, da sie eine schmerzhafte „Sonnenallergie“ entwickelt hat.
Und als der große Abend kommt und Merit offiziell mit anderen Vampirneulingen dem Haus Cadogan die Treue schwört, wird sie mit einer einflussreichen Position in der Hierarchie belohnt.

Bei den vielen Vampir- und Fantasyromanen ist es für einen Autor natürlich schwer, etwas komplett neues, noch nie Dagewesenes zu erfinden. Daher gibt es auch hier Parallelen zu den Romanen von Charlaine Harris, Ilona Andrews, Jeanne C. Stein oder Kim Harrison. Aber das fand ich jetzt nicht schlimm, denn Chloe Neill hat eine spannende Geschichte mit sympathischen, Figuren geschrieben, allen voran Merit, aber auch Mallory, Catcher, Jeff, ihr Großvater Charles und einige der Vampire, die sie kennenlernt. Das Ende ist zwar nicht sehr überraschend, was die Morde angeht, aber auch das tut der Spannung keinen Abbruch. Das Buch hat für mich alles, was einen guten Roman ausmacht: eine fesselnde Geschichte, Herz und Humor (musste oft grinsen) und einen Hauch Erotik, aber nicht zuviel davon.
Inzwischen habe ich bereits Teil 7 gelesen...

Hierfür vergebe ich 5 von 5 Pflöcken

© by Blackfairy71


Buchvorstellung: "Der Rote Tod" von P. N. Elrod

Im Jahr 1773 reist der junge amerikanische Adlige Jonathan Barrett nach England, um in Cambridge Jura zu studieren. Dorthin wird er von seinem Vater geschickt, denn in Amerika tobt der Unabhängigkeitskrieg und die Vorfahren der Barretts stammen aus England.
In London lernt Jonathan die schöne und geheimnisvolle Nora Jones kennen, die seine erste große Liebe wird. Obwohl einiges an Nora merkwürdig ist - attraktive und begüterte Männer gehen bei ihr ein und aus, beim Liebesspiel beißt sie Jonathan immer -, akzeptiert er ihre Eigenheiten. Als ihn die Familie noch vor Abschluss seines Studiums zurück in die Heimat ruft, trennen sich Jonathan und Noras Wege. Bei einem Gefecht wird Jonathan von einer Kugel getroffen und stirbt…oder doch nicht? Voller Panik wacht er eines Nachts in einem Sarg unter der Erde auf. Was ist mit ihm passiert? Erst nach und nach wird ihm klar, dass er seinen veränderten Zustand Nora zu verdanken hat, aber jeder Versuch einer Kontaktaufnahme scheitert. Seine große Liebe ist wie vom Erdboden verschluckt…

Der Rote Tod von P. N. Elrod ist der erste von vier Vampir-Romanen der Jonathan- Barrett-Reihe. Interessant ist, dass die Figur bereits im dritten Teil der ebenfalls von Elrod stammenden Serie um den Vampir Jack Fleming auftaucht. Sie selbst war im Nachhinein so fasziniert von Jonathan, dass sie ihm eine eigene kleine Reihe schrieb und dort erklärte, wie er zum Vampir wurde.

Dieser erste Band schildert die Familienverhältnisse der Familie Barrett vor dem Hintergrund des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775-83 sowie Jonathans Verwandlung zum Vampir. In der Ehe der Eltern steht es nicht zum Besten, seine Mutter ist psychisch krank. Einziger Halt ist seine Schwester Elizabeth.

Auch die Probleme, mit denen der Untote konfrontiert wird, sind mal was anderes, was in der einschlägigen Literatur des Genres so selten vorkommt Jonathan muss beispielsweise entscheiden, wem er sein Geheimnis anvertrauen kann, und er hat durchaus moralische Skrupel, in wie weit er andere mit seinen erstaunlichen Fähigkeiten manipulieren darf, um Widersprüche in seiner Lebensgeschichte zu kaschieren. Kleine Abweichungen von Klischees erlauben der Handlung viele neue Variationen und heben die Bücher wohltuend vom übrigen Vampirkram ab.

Die Protagonisten werden realistisch mit guten und schlechten Eigenschaften geschildert. Es mangelt auch nicht an einigen skurrilen Figuren, die immer wieder die Handlung vorantreiben oder ihr zu einer unerwarteten Wende verhelfen. Mancher, der zunächst unsympathisch wirkt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Sympathieträger weiter.

Die weiteren Teile sind:
Der endlose Tod
Der tanzende Tod
Der maskierte Tod

Hierfür vergebe ich 5 von 5 Pflöcken

© by Blackfairy71


Buchvorstellung: "Das Herz der Nacht" von Ulrike Schweikert

Klappentext: Wien im 19. Jahrhundert. Auf den prunkvollen Bällen am kaiserlichen Hof wird der Vampir András Báthory von den Damen umschwärmt. Doch ihn verlangt es nach geistreicher Unterhaltung, wie er sie in den Gemächern der klugen Gräfin von Traunstein findet. Dort lernt er die hübsche Pianistin Karoline kennen und beginnt, bei ihr Unterricht zu nehmen. Doch Karoline hütet ein dunkles Geheimnis. Da wird eine Adlige ermordet aufgefunden, und alles deutet darauf hin, dass in der Stadt ein weiterer Vampir sein Unwesen treibt. Er scheint es auf Báthory abgesehen zu haben und auf alle, die ihm nahe stehen.  

Wien, 1840. Es beginnt mit einem grausamen Mord an einer jungen Frau in einer kalten, verschneiten Nacht. Es ist nicht das erste Opfer eines brutalen Mörders und wird auch nicht das letzte bleiben.
Zunächst interessiert das den Grafen Andras Petru Bathory herzlich wenig, denn was gehen ihn die Sorgen und Probleme der Menschen an? Das hat er vor langer Zeit hinter sich gelassen. Sterbliche sind für ihn bestenfalls Nahrung, denen er in den Straßen des nächtlichen Wien begegnet. 
Aber dann trifft er eines Nachts im Prater auf die Fürstin Therese und rettet ihr das Leben, als ihre Pferde mit der Kutsche durchgehen. Ganz im Gegensatz zu seinen sonstigen Gewohnheiten verschont er sie, denn ihre Intelligenz, ihre Sehnsucht und ihr Hunger auf das Leben berühren einen Teil in ihm, den er lange vergraben geglaubt hatte. Gemeinsam besuchen sie literarische und musikalische Veranstaltungen in der gehobenen Gesellschaft von Wien. Therese ist fasziniert von dem "jüngeren" Grafen, der anscheinend doch so viel mehr Lebenserfahrung hat als sie selbst. Das schmeckt allerdings ihrem Ehemann gar nicht. Es ist schließlich etwas anderes, ob er wechselnde Geliebte hat oder ob sich seine Frau in der Öffentlichkeit mit einem anderen und noch dazu sehr attraktivem Mann zeigt. 
Durch Fürstin Therese lernt Andras schließlich die Familie Wallberg kennen. Karoline ist eine begabte Pianistin, die auch eigene Stücke kompiniert. Den Ruhm dafür erntet allerdings ihr Bruder, denn in der damaligen Zeit schickt es sich nicht, dass eine ledige Frau vor Publikum auftritt. Bei einer abendlichen Unterrichtsstunde am Piano kommt er zufällig hinter das Geheimnis der jungen Frau und trifft auf die achtjährige Sophie. Das Mädchen ist blind, aber ihre anderen Sinne sind dafür um so schärfer und sie erkennt etwas in Andras, das die anderen Menschen nicht sehen. Und der Vampir ist fasziniert von der Offenheit und Ehrlichkeit des Kindes und fühlt sich mit ihm verbunden, denn auch er lebt seit mehr als zweihundert Jahren nur in der Dunkelheit. Von Anfang an scheint ein besonderes Band zwischen den beiden zu bestehen.
Aber dann gibt es weitere Morde und der Täter kommt Andras immer näher und bringt seine untote Existenz in Gefahr. Die Polizei verdächtigt den geheimnisvollen Grafen Bathory schon länger und die Schlinge zieht sich langsam zu. Andras muss auf eigene Faust den Mörder jagen und er ahnt, dass es kein sterblicher Mensch sein kann. Kann er die, die ihm nun etwas bedeuten, beschützen?

Ulrike Schweikert hat bisher drei Vampirkrimis geschrieben, die im heutigen Hamburg spielen. Hauptfigur ist der Vampir Peter von Borgo. Dies ist ein Teil seiner Vorgeschichte, als er noch den Namen Andras Petru Bathory trug. Diese Bücher haben mir sehr gut gefallen und mich interessierte auch die Vergangenheit von Peter von Borgo. Und da ich historische Vampirromane sowieso gerne lese, war auch dies natürlich eine Pflichtlektüre. Wie gesagt, spielt die Geschichte in Wien, zum Ende hin schlägt sie aber den Bogen nach Hamburg.
Die Autorin hat intensiv recherchiert und beschreibt die Städte (Wien und auch Hamburg) wunderbar, man sieht die Straßen direkt vor sich und begleitet den Vampir auf seinen Streifzügen. Auch historische Ereignisse und Personen werden in die Geschichte eingebunden, wie z. B. der große Brand von Hamburg 1842. Ich wollte immer schon mal nach Wien und jetzt erst recht. Ein Besuch in der Gruft der Michaelerkirche gehört dann natürlich dazu. *g*

Das Buch hat mich wunderbar unterhalten, es ist spannend und flüssig geschrieben und ich wollte immer wissen, was als nächstes kommt. Und es wäre schön, weiteres aus der Vergangenheit von Peter von Borgo zu lesen. Der letzte Satz in der Danksagung von Ulrike Schweikert lässt zumindest darauf hoffen, als sie sich bei ihrem Mann für die Unterstützung in Wien bedankt: "...Er hat auch versprochen, mit mir noch weiter in die Vergangenheit von Andras Petru Bathory alias Peter von Borgo zu reisen. Die Spur führt nach Transsilvanien..."

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© by Blackfairy71

Freitag, 27. November 2015

Buchvorstellung: "Dracula" von Bram Stoker


Ich habe das Buch jetzt nach vielen Jahren zum dritten Mal gelesen, dieses Mal in einer Leserunde. Und auch nach der all der Zeit hat die Geschichte für mich nichts von ihrer Faszination verloren. 
Die Handlung ist ja soweit eigentlich bekannt, daher  versuche ich mich kurz zu fassen. 


Der junge Anwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seiner Kanzlei ins entlegene Transsilvanien und führt vom ersten Tag an ein Reisetagebuch. Hauptsächlich, um seine Erlebnisse später mit seiner Verlobten Mina zu teilen, die daheim England auf ihn wartet. Ziel ist die Burg des Grafen Dracula, der durch die Kanzlei in London eine alte Abtei gekauft hat und demnächst dorthin übersiedeln will. Schon auf der Reise geschehen merkwürdige Dinge und die Menschen in Transsilvanien scheinen in tiefem Aberglauben zu leben und warnen Harker vor einer Weiterreise zur Burg. Aber der junge Anwalt lässt sich nicht abschrecken.
Schon hier gelingt es Stoker, eine schaurige Atmosphäre zu schaffen.
Nach seiner Ankunft auf der Burg muss Harker nach und nach erkennen, dass der Graf nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Er ist sich nicht mal sicher, ob sein Gastgeber wirklich menschlich ist.
Währenddessen wartet Mina daheim auf Nachricht von ihrem Verlobten und vertreibt sich die Zeit mit einem Besuch bei ihrer Freundin Lucy an der Küste in Whitby die Zeit. Aber die unbeschwerte Zeit wird getrübt, denn Lucy scheint krank zu sein und sie schlafwandelt. Ein Freund der Familie, der Arzt John Seward, ruft schließlich seinen alten Studienprofessor Van Helsing zu Hilfe, der sich mit ungewöhnlichen Fällen und Methoden auskennt. Dieser befürchtet schließlich, dass Lucy das Opfer eines Vampirs geworden ist.
Aufgrund der Tagebucheinträge von Mina und Jonathan Harker kommen Van Helsing und Seward zusammen mit Lucys Verlobtem Arthur sowie seinem alten Freund, dem Texaner Quincey Morris, dem Grafen auf die Schliche und versuchen, ihn endgültig zu vernichten.

Was soll ich noch sagen? Ich liebe dieses Buch. Und ich finde den Aufbau der Geschichte aus Tagebucheinträgen, Phonografenaufnahmen, Briefwechseln und Zeitungsberichten einfach total gelungen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, keiner ist oberflächlich dargestellt und von Anfang an gelingt es dem Autor eine durchgehende Spannung zu erzeugen.
Was mir jetzt beim erneuten Lesen des Buches aufgefallen ist: die Titelfigur Dracula taucht im Grunde nur am Anfang auf und zum Ende hin. Trotzdem beherrscht sie die gesamte Handlung und die Bedrohung durch den Vampir schwebt die ganze Zeit über den Hauptfiguren und zieht sich bis zum Schluss zu einem dunklen Netz zusammen.

Absolute Leseempfehlung für Vampirbuchfans. 


Ganz klar gibt es von mir 5 von 5 Pflöcken

© by Blackfairy71



Buchvorstellung: "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker und Ian Holt


Zunächst mal: Die teilweise schlechten Kritiken kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist das Buch eine würdige und gelungene Fortsetzung von Bram Stokers „Dracula“. Blutsbande verpflichten eben.
Und war für mich wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man lange vermisst hat: Mina Harker, Jonathan Harker, John Seward, Arthur Holmwood, Abraham Van Helsing und natürlich Dracula selbst.

25 Jahre sind vergangen seit den Ereignissen in Transsilvanien und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Jonathan und Mina sind nach wie vor verheiratet, aber Jonathan konnte seiner Frau nie verzeihen, dass sie ihn mit Dracula betrogen und beinah für ihn verlassen hätte. Und Mina sieht noch genau so jung aus, wie damals, was sie dem Vampirblut in ihren Adern zu verdanken hat. Noch etwas, dass Jonathan nicht ertragen kann und ihn ständig an ihren Verrat erinnert. Mina hingegen schwört, dass sie nur ihren Mann liebt und nichts mehr für ihren dunklen Prinzen empfindet, der damals in Transsilvanien starb.
Ihr gemeinsamer Sohn Quincey (benannt nach dem damals verstorbenen Quincey Morris) weigert sich den von seinem Vater vorgeschriebenen Weg als Advokat zu gehen und schmeißt sein Studium an der Sorbonne in Paris hin. Stattdessen arbeitet er an einem Theater und trifft dort auf den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab, eine äußerst charismatische Figur. Quincey bewundert den Mann und will ihn überreden am Theater in London in einem Stück des bis dahin erfolglosen Schriftstellers Bram Stoker die Hauptrolle zu übernehmen: Dracula.
Damit er weiß, um was es überhaupt geht, liest Quincey Stokers Buch – und ist entsetzt. Wieso spielen seine Eltern die Hauptrolle in diesem Buch? Und was haben Jack Seward und Arthur Holmwood mit der Sache zu tun, zwei Männer, die er von klein auf kennt und bewundert. Und wer ist dieser Graf Dracula und was hat seine Mutter mit diesem Mann…diesem Ungeheuer zu schaffen?
Zur gleichen Zeit geschehen in London grausame Morde. Ist Dracula zurück gekehrt? Oder treibt noch ein weiterer Vampir sein Unwesen und tötet der Reihe nach die Personen, die sich damals gegen Dracula verbündet hatten?

Dacre Stoker und Ian Holt bringen hier auch eine der bekanntesten Mordserien ins Spiel, die bis heute ungeklärt ist: Jack the Ripper. Und liefern eine für die Handlung des Buchs schlüssige Entlarvung des Täters.

Und wer sich mit der Geschichte Draculas befasst, der weiß, dass Bram Stoker nicht nur die Geschichten über Vlad den Pfähler, sondern auch die ungarische Gräfin Bathory als Vorbild für seinen Dracula nahm. Auch diese Idee wird hier verarbeitet.

Und fast genauso spannend fand ich das Nachwort, in dem Dacre Stoker ausführlich erklärt, warum er überhaupt auf die Idee kam, diese Fortsetzung des Buches seines Ur-Großonkels zu schreiben. 

Wenn irgendwo die Frage gestellt wird nach den größten Liebespaaren der Literaturgeschichte fällt mir immer als erstes Mina Harker und Dracula ein. Und auch zum Ende von „Dracula – Die Wiederkehr“ wird es wieder bewiesen: Wahre Liebe stirbt nie.

Aber bitte nicht falsch verstehen, dies ist kein Liebesroman. Es ist ein spannender, historischer Roman mit der richtigen Portion Crime und einem Hauch Erotik.

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© by Blackfairy71



Buchvorstellung: "Dracula, my love" von Syrie James


Dieser Roman erzählt die legendäre Geschichte des Grafen Dracula erstmals aus weiblicher Sicht. England 1890: Mina ist glücklich mit Jonathan Harker verlobt, als sie sich in den charmanten Herrn Wagner verliebt. Selbst als sie bereits mit Jonathan verheiratet ist und erfahren muss, dass der faszinierende Fremde und der gefürchtete Dracula ein und dieselbe Person sind, kann sie nicht von ihm lassen. In ihrem intimen Tagebuch enthüllt uns Mina Harker, dass in Wahrheit alles noch erregender war, als es Bram Stoker in seinem Roman "Dracula" geschildert hat.

Das geheime Tagebuch der Mina Harker. So lautet der Untertitel des Buches. Wer "Dracula" gelesen hat, der weiß, dass Mina wie alle anderen Hauptpersonen auch hier bereits Tagebuch über die Ereignisse in Whitby, London und Transsilvanien geführt hat.

In "Dracula, my love" erzählt die Autorin allerdings eine etwas andere Geschichte. Im Anhang gibt es ein Interview mit Syrie James, in dem sie erklärt, sie hatte die Idee zu diesem Buch, nachdem sie Stokers Buch ein zweites Mal gelesen hatte und mit einigen Dingen unzufrieden war. Es fehlten ihr z. B. Erklärungen, warum der Graf ausgerechnet in Whitby von Bord ging, warum er gerade Mina auswählte. Bei Stoker hat er außerdem eine vergleichsweise kleine Rolle. Er taucht am Anfang auf und später ist er der Grund für alle Ereignisse, erscheint aber nur noch ganz selten. Auch das wollte die Autorin ändern, genau wie sein Äußeres. So, wie sie sich die Geschichte zwischen Mina und Dracula vorstellte, musste er wesentlich jünger und attraktiver sein. Und wer ist dieser Dracula überhaupt? Genau erwähnt wird das nie, aber Syrie James gibt ihm eine Geschichte, die durchaus glaubwürdig ist.

Auch, dass der Leser bei "Dracula" so wenig über Mina und ihre Vergangenheit erfuhr, störte sie. In ihrem Buch erfährt man schließlich viel über ihre Kindheit und warum sie im Waisenhaus aufwuchs. Auch wie sie und Jonathan sich kennen lernten, wird in der ursprünglichen Geschichte nicht näher erwähnt.

In "Dracula, my love" wird die Geschichte von Bram Stoker aus Sicht von Mina Harker erzählt, sieben Jahre nach den Ereignissen in Transsilvanien und Draculas Tod. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das Ende ist anders, als wir es bisher kannten. Und auch sonst ist es Syrie James gelungen, eine rundum fesselnde, teilweise neue Version eines großen Klassikers des Horrorgenres zu schreiben mit einer tapferen, für ihre Zeit sehr modernen jungen Frau, die zwei Männer liebt und zum Schluss eine schwere Entscheidung treffen muss.

Und bis zum Schluss fragt man sich: Meint Dracula es ehrlich mit Mina oder ist er doch das Ungeheuer, für das ihn alle halten?

Ich werde es hier nicht verraten, aber allen, die Bram Stoker's "Dracula" kennen und lieben, lege ich dieses Buch ans Herz.

Und auch wer "Dracula" nicht gelesen hat und gute Vampirromane dennoch zu schätzen weiß, dem kann ich "Dracula, my Love" sehr empfehlen.


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Buchvorstellung: "Dracula kehrt zurück" von Freda Warrington


Nachdem ich das Buch nach mehr als zehn Jahren letztens zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich endlich auch eine ausführliche Rezension dazu schreiben.

Sieben Jahre sind vergangen, seit Dracula in Transsylvanien getötet wurde. Mina und Jonathan Harker haben einen sechsjährigen Sohn mit Namen Quincey, zu Ehren ihres damals getöteten Freundes Quincey Morris. John Seward und Arthur Holmwood - Lord Godalming - sind inzwischen ebenfalls beide verheiratet.  
Und Professor Van Helsing ist überzeugt, dass nun die Zeit gekommen ist, wieder dorthin zu reisen, um sich noch einmal zu überzeugen, dass der Vampir wirklich endgültig vernichtet ist.
Also machen sich die Freunde zunächst auf den Weg nach Budapest zu einem alten Freund Van Helsings, Professor André Kovacz. Dort treffen sie auch auf Elena, Andrés Nichte, die mit ihrem Vater dort lebt. Die junge Frau freundet sich mit Mina an und bewundert die elegante Engländerin. Sie sehnt sich selbst nach einem freien Leben und möchte nicht als Ehefrau und Mutter enden, so wie es ihr strenger Vater für sie vorgesehen hat.
Als die Freunde schließlich weiter zum Borgopass reisen wollen, begleiten Elena und ihr Vater sie und zusammen wohnen sie bei einer befreundeten Bauernfamilie. Ihren wahren Grund für den anschließenden Ausflug in die Berge verschweigen sie allerdings der Familie und auch Elena und ihrem Vater. Nur André Kovacz weiß Bescheid, da Van Helsing seinen alten Freund in einer Weinlaune eingeweiht hat. Ein tragischer Fehler, wie er später erkennen muss.
An der Burg Dracula angekommen, erlebt jeder der Freunde diese erneute Begegnung mit dem Ort des Schreckens anders. Und als sie wieder ins Tal zurück und dann nach England heimkehren, ist nichts mehr wie vorher, denn Dracula ist erwacht und er sinnt auf Rache. Hierzu bedient er sich zunächst der jungen Elena und als sie nach dem Tod ihres Vaters als Kindermädchen nach England kommt, bringt sie das Grauen wieder ins Haus der Harkers. Jonathan verfällt immer mehr in Depressionen, die sonst friedliche Katze wird zunehmend aggressiver und Mina sehnt sich plötzlich auf eine Art und Weise nach ihrem Ehemann, wie es sich für die damalige Zeit einfach nicht gehört. Und schließlich wird klar: ihr alter Feind ist zurück. Wird es ihnen zusammen mit ihren Verbündeten dieses Mal gelingen, ihn zu bekämpfen und endgültig zu vernichten?

Veröffentlicht wurde diese Fortsetzung von Freda Warrington 1997 und damit 100 Jahre nach Bram Stokers „Dracula“. Was man aber nach ein paar Seiten bereits vergisst, denn der Schreibstil ist sehr ähnlich und auch der Aufbau des Buches, denn auch hier gibt es Tagebucheinträge und Briefe.
Aber in „Dracula kehrt zurück“ hat der Vampir eine viel größere Rolle, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch erhält er hier durchaus menschliche Züge, während Stoker ihn ja eigentlich nur als blutsaugendes Ungeheuer darstellt. Könnte natürlich daran liegen, dass dieses Buch eine Frau geschrieben hat. *g*
Womit ich aber nicht sagen will, dass die Geschichte schmalzig oder schnulzig ist, keineswegs. Man kann durchaus nachvollziehen, dass Mina hin und her gerissen ist zwischen ihrem Ehemann und dem Einfluss des Vampirs, denn schließlich geht es um das Leben ihres Sohnes. Aber ist sie wirklich bereit, dafür ihre sterbliche Seele zu opfern?
In die Geschichte eingebunden wurde der Mythos der sog. Schule der Scholomanten. Eine Schule mit zehn Schülern, die vom Teufel persönlich geleitet wurde und wo Dracula sein dunkles Wissen und seine teuflischen Fähigkeiten erlernte.

Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die sich nicht hinter dem Klassiker verstecken muss und die damit beginnt, womit „Dracula“ endete: Jonathan Harkers letzter Anmerkung zu den Geschehnissen in Transsylvanien. Die Charaktere sind vielschichtig und neben den altbekannten Figuren kommen ein paar neue wie Elena und André Kovacz hinzu. Dadurch sind John Seward und Arthur Holmwood leider ein wenig zu kurz gekommen, aber man kann halt nicht allen Charakteren den gleichen Raum geben. Und dafür hat die Titelfigur dieses Mal eben auch einen größeren Part bekommen, meiner Meinung nach ein Pluspunkt für die Geschichte. 

Hierfür vergebe ich 5 von 5 Pflöcken

© by Blackfairy71


Freitag, 6. November 2015

Kartenvorverkauf für Berlin hat begonnen


Es steht fest: Ab Mai 2016 tanzen die Vampire wieder im Theater des Westens in Berlin.




Auch wenn ich ja sagen muss, dass mich dieses Bild irgendwie an "Twilight" erinnert....und das ist richtig gruselig.  *g*

Hier geht's weiter zur Seite von Stage Entertainment: Die Ewigkeit beginnt heut Nacht

Carpe Noctem! 






Freitag, 30. Oktober 2015

Halloween steht vor der Tür


Morgen ist es wieder soweit, es ist Halloween. Die Nacht vor Allerheiligen, in der die Grenzen zwischen den Welten dünner werden und die Seelen der Verstorbenen auf die Erde zurückkehren.
Und kleine Hexen, Geister und Vampire ziehen von Haus zu Haus und drohen: "Süßes, sonst gibt's Saures!" 

Feiert Ihr auch? Also ich finde den ursprünglichen Gedanken von Halloween oder auch Samhain viel schöner und gedenke in dieser Nacht lieber meiner Ahnen. 

Wie auch immer Ihr diese Nacht verbringt, ich wünsche viel Spaß und sende heute schon mal








Freitag, 9. Oktober 2015

Musical Tanz der Vampire


Wie schon in einem früheren Post berichtet, kommen die Vampire 2016 zurück nach

Deutschland. Und zwar auch in ihre alte Heimat im Theater des Westens in Berlin. Dort, wo 

ihre Särge eine lange Zeit bereits standen.  


Hier ein weiterer Artikel zur Neuauflage des Mitternachtsballs auf Schloss Krolock:

Musicalfreunde.de





Das riecht nach einem Kurztrip in die Hauptstadt im nächsten Jahr.  ;-)  




Mittwoch, 15. Juli 2015

Unbekannte stehlen Schädel von Nosferatu-Regisseur


"Nosferatu - Sinfonie des Grauens". Jeder Vampirfan kennt wohl diesen Stummfilm aus dem Jahr 1922. Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau starb 1931 bei einem Autounfall in Kalifornien und wurde auf dem Friedhof Stahnsdorf in Berlin begraben. Die Friedhofsverwaltung bemerkte am Montagmorgen, dass sein Schädel fehlt...

Hier geht es zum Artikel








Sonntag, 12. Juli 2015

Mal was Witziges

Kennt Ihr den Vampirnamen-Generator?


Mein Name ist Gladys Rowan, auch Princess of Raven's Wings 







Montag, 15. Juni 2015

Die wichtigsten Dinge über Vampire

Hier ein paar der wichtigsten Merkmale eines Vampirs:

Sie ernähren sich vom Blut ihrer Opfer.
Sie haben kein Spiegelbild.
Sie scheuen die Sonne.
Sie schlafen tagsüber in todesähnlicher Erstarrung, vorzugsweise in Särgen.
Ihre Haut ist blass und kalt, ihre Eckzähne sind spitz, sie haben keinen Herzschlag und müssen auch nicht atmen.

Besondere Fähigkeiten und Stärken:
Sie sind unsagbar schnell, stark, können sich lautlos bewegen, Wände hinauf klettern, Gedanken lesen oder sich sogar in Tiere verwandeln – bevorzugt in Fledermäuse. 

Ein weiteres, wichtiges Merkmal:
Ihre Unsterblichkeit. Das ewige Leben beschert Vampiren in den Erzählungen Weisheit, Gewandtheit, Macht und Reichtum. Und sie sind wahre Gentlemen: Mit ihrem altmodischen Charme betören sie in Büchern und Filmen mühelos die hübschesten Frauen. Sie haben noch gelernt Damen in den Mantel zu helfen, ihnen die Tür aufzuhalten und den Stuhl am Tisch zurecht zu rücken. Trotz der vielen Jahrhunderte auf Erden sieht man den Vampiren ihr Alter nicht an. Sie altern nicht oder nur extrem langsam.

Ihre Schwächen:
Oft können sie kein fließendes Gewässer überqueren und keine Türschwelle eines Hauses übertreten, in das sie der Besitzer nicht ausdrücklich eingeladen hat. Es sei denn, das Haus ist nicht von sterblichen Wesen bewohnt.

Der Vampirbiss:
Vampire beißen ihre Opfer; meistens in die Halsschlagader. Über die Wirkung eines Vampirbisses streiten sich jedoch die selbsternannten Fachleute. In manchen Erzählungen wird jeder Gebissene automatisch auch zum Vampir, manchmal auch erst nach dem Tod des Menschen. In anderen Fällen kann der Vampir steuern, ob das Opfer seiner Spezies beitritt oder nicht. Wenn nicht, stirbt der Mensch, oder wird zu einer Art Zombie – einem willenlosen Diener des Vampirs. Wieder andere Autoren haben bestimmt, dass die Opfer erst selbst menschliches Blut kosten müssen, bevor die Verwandlung in einen Vampir beginnt.

Nur eines ist immer gleich geblieben über die Jahrhunderte: Einen Vampir endgültig zu töten, ist nicht so einfach. Am wirkungsvollsten ist ein Holzpfahl direkt in Herz, dann den Kopf abschneiden und ihn mit Knoblauch füllen. Und dann am besten noch alles verbrennen.

Aber....wer will das schon?  *g*





Nur mal so zwischendurch


Mal was Witziges für zwischendurch. Von wegen, Vampire haben keinen Humor. *g*

Dracula Untold - Wie alles begann...

Wer sich schon immer gefragt hat, wie Dracula zum Vampir wurde, der erhält hier eine - mögliche - Antwort. Natürlich ist es auch hier nur Fiktion, wobei allerdings durchaus auch viele historische Fakten erzählt werden.  

Zu Beginn gibt es Szenen von Schlachten und eine Stimme erzählt, dass der junge Vlad Dracul als Kind zusammen mit seinem Bruder von seinem Vater an den türkischen Sultan übergeben und zum Soldaten ausgebildet wurde. Jahrelang musste er Qualen und Misshandlungen ertragen, was ihn zu einem harten und hasserfüllten Mann machte. Als Fürst kehrt er schließlich zurück nach Transsilvanien und lebt von nun an nur noch dafür, sein Land und sein Volk vor den verhassten Osmanen zu beschützen.

Als der Sultan Mehmet trotz Waffenstillstands schließlich 1000 Jünglinge für seinen Krieg incl. Vlads eigenen Sohn fordert, sieht Dracula keinen anderen Ausweg, als mit den Mächten der Finsternis einen Pakt zu schließen. Durch Zufall entdeckte er in den Bergen einen uralten Vampir und hofft, mit dessen Kräften erfolgreich gegen die Türken kämpfen und sein Land und seine Familie retten zu können. Sollte er allerdings innerhalb von drei Tagen schwach werden und Menschenblut trinken, wäre seine Seele für immer verloren und er in alle Ewigkeit ein Vampir...

Ich wusste nicht so recht, was ich von dem Film erwarten sollte. Durch die wunderbare Verfilmung von Stokers Roman durch Francis Ford Coppolla war ich natürlich verwöhnt. *g* Aber in "Dracula Untold" geht es ja auch nicht direkt um das Leben des Fürsten Vlad nach dessen Verwandlung, sondern eher um die Vorgeschichte, wie es überhaupt dazu gekommen ist bzw. hätte kommen können....wenn Dracula denn tatsächlich ein Vampir gewesen wäre.
Und ich muss sagen, mir hat der Film sehr gut gefallen. Luke Evans als Dracula spielt den stolzen transsilvanischen Fürsten durchaus überzeugend und glaubwürdig. Die Geschichte ist spannend erzählt mit fantastischen Tricks und Action, Emotionen und Humor kommen auch nicht zu kurz. Kurzweilig und unterhaltsam, also genau so, wie ein Kinofilm sein sollte.
 

Nur die FSK-Freigabe hat mich ein wenig gewundert, denn der Film ist ab 12 und einige Szenen waren schon ziemlich brutal, denn immerhin trug Vlad den Beinamen "Der Pfähler". Meiner Meinung nach wäre eine Freigabe 16 besser gewesen. Anders als es jetzt beispielsweise bei "Van Helsing" war. Der übrigens auch zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Aber davon erzähle ich euch vielleicht ein anderes Mal...  *g*



Die Vampire kehren zurück nach Deutschland

Es scheint tatsächlich wahr zu sein! Graf von Krolok lädt ab 2016 wieder zum Mitternachtsball auf sein Schloss ein.

Das Musical "Tanz der Vampire" kommt zurück nach Deutschland und wird ab dem nächsten Jahr in München im Deutschen Theater aufgeführt.

Das Online-Magazin Musical1.de berichtet folgendes:

TANZ DER VAMPIRE im Deutschen Theater München

Im August 2013 verabschiedete sich Roman Polanskis Kult-Musical TANZ DER VAMPIRE aus dem Stage Theater des Westens Berlin – und damit auch aus Deutschland. Seitdem müssen deutsche Musical-Fans auf eines der beliebtesten Musicals verzichten oder ins Ausland reisen, um die Show zu sehen: 2014 feierte das Musical seine Frankreich-Premiere. 2016 aber hat das Warten ein Ende. Wie das Deutsche Theater München heute, am 19. Mai, bekannt gab, ist das Musical eines der Highlights der kommenden Spielzeit. 2016 soll es in der bayerischen Hauptstadt auf die Bühne kommen......

Hier geht es weiter: KLICK

Eine sehr gute Nachricht für alle Fans....und eine Chance für alle, die es noch werden wollen. Ich habe das Musical bisher acht Mal gesehen, vier Mal in Berlin und vier Mal in Oberhausen. Und das ist ja nun eine perfekte Gelegenheit für einen Städtetrip nach München. *g*

Ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung und natürlich auch auf die Besetzung.

In diesem Sinne: Carpe Noctem!


Dieses Bild habe ich 2008 in der S-Bahn-Station am Bahnhof Zoo in Berlin geschossen.


Mittwoch, 22. April 2015

Der moderne Vampir

Vampirfans haben unweigerlich von Stefanie Meyers "Twilight"-Büchern und auch den Verfilmungen gehört. Ich habe Teil 1 bis 3 geschenkt bekommen und auch gelesen, aber ich muss sagen, ich kann mit dieser Art von Vampiren nichts anfangen. Auch den ersten Film habe ich mir angesehen und mich gefragt, wieso so ein Hype darum gemacht wird.

Vampire, die in der Sonne glitzern? Nein, muss ich nicht haben. Und auch die Weigerung, Blut zu trinken, das passt nicht zu meiner Vorstellung eines Vampirs. Welche zugegebenermaßen durch "Dracula" geprägt wurde. Und ja, auch er konnte sich tagsüber draußen bewegen, aber nur mit Einschränkungen.
Ein Vampir muss kein hässliches, blutrünstiges Wesen sein, aber er sollte schon etwas von diesem alten Mythos haben. Ein Wesen der Nacht, düster, attraktiv,  geheimnisvoll, unsterblich, mit übernatürlichen Fähigkeiten, übermenschlich stark (geistig und körperlich)


Nach "Twilight" hatte ich das Gefühl, jeder Autor meinte nun, eine Vampirgeschichte auf den Markt schmeißen zu müssen, ob nun gut oder schlecht, Hauptsache, es verkauft sich. Die Cover glichen sich fast alle...und die Inhalte sicher auch. Ich habe nicht alle getestet, habe aber z. B. Lara Adrians Vampire nach Band 4 zurück in die Gruft gesperrt...ach nee, sorry, die kamen ja ursprünglich von einem anderen Planeten. *örgs* Also DAS geht mal gar nicht, finde ich persönlich.
Auch die "Black Dagger" bekamen eine Chance von mir, ich bin ja nicht so. Aber nach Band sechs und der immer gleichen Leier um starke Kerle und schwache Weibchen hatte ich auch daran die Lust verloren.

Meiner Meinung nach ist es leider wirklich so, dass es gerade im Literaturbereich nur wenige gute und lesbare Vampirbücher, ob Einzelbände oder Reihen, gibt. Und wenn ich es mir recht überlege, ist es bei den Filmen und TV-Serien genauso.
Natürlich ist alles Geschmacksache, aber ich glaube, ich stehe mit meiner Meinung nicht ganz allein da.

Also, wo sind die wahren Blutsauger, wenn man sie braucht?  *g*





Montag, 13. April 2015

Faszination Vampir

Was ist so interessant an der Figur des Vampirs, dass er die Menschheit seit Jahrhunderten...ach, Jahrtausenden fasziniert? Ist es die Unsterblichkeit und dass er nahezu unbesiegbar ist? Die Stärke, das in den meisten Fällen gute Aussehen und die Gefahr, die von ihm ausgeht?

Die Definition von "Vampir" lautet kurz so:
Ein Vampir ist im Volksglauben und in der Mythologie eine blutsaugende Nachtgestalt. Dabei handelt es sich meist um einen wiederbelebten menschlichen Leichnam, der sich von menschlichem oder tierischem Blut ernährt und – je nach Kultur und Mythos – mit verschiedenen übernatürlichen Kräften ausgestattet ist. (Quelle: Wikipedia)

Also so verlockend klingt das eigentlich auch nicht. Und trotzdem...immer wieder gibt es Menschen, die sich für den Mythos Vampir interessieren. Ganz besonders verbreitet war und ist der Glaube an Vampire in Osteuropa.

Kein Wunder also, dass der Schriftsteller Bram Stoker seinen Roman "Dracula" dort angesiedelt hat und der wohl berühmteste aller Blutsauger aus den Karpathen im rumänischen Transsilvanien stammt.
Ich behaupte ja, ohne Graf Dracula würde es heute so manchen literarischen Vampir gar nicht geben. Und manchmal wäre das auch kein Verlust. *g*

Aber schon vor Stoker hat der Engländer John Polidori, Leibarzt des Dichters Lord Byron, mit "Der Vampyr" um den dunklen Lord Ruthven eine gelungene Vampirgeschichte geschrieben. Und auch J. Sheridan Le Fanu hat mit "Carmilla" einen Meilenstein des Genres geschaffen und außerdem Stoker zu seinem "Dracula" inspiriert.